Warum ein Hobby gerade jetzt guttut
Ein regelmäßiges Hobby gibt der Woche Struktur, schafft kleine Erfolgserlebnisse und hält Körper oder Geist in Bewegung. Wer einer Sache mit Freude nachgeht, kommt außerdem leichter mit Menschen in Kontakt. Das kann besonders nach dem Eintritt in den Ruhestand hilfreich sein, wenn vertraute Arbeitsabläufe und tägliche Begegnungen wegfallen.
Ein passendes Hobby muss weder teuer noch aufwendig sein. Oft genügt ein fester Nachmittag pro Woche, ein kleiner Platz zu Hause oder ein Angebot in der Nachbarschaft.
Kreative Hobbys für Kopf und Hände
Malen, Zeichnen und Fotografieren
Kreatives Gestalten schult die Wahrnehmung und lässt sich in jedem Tempo lernen. Volkshochschulen, Kunstvereine und kommunale Bildungsstätten bieten in ganz Deutschland Einsteigerkurse an. Für den Anfang reichen ein Skizzenblock, wenige Stifte oder die Kamera des Smartphones.
Handarbeiten und Werken
Stricken, Nähen, Töpfern, Holzarbeiten oder Modellbau verbinden Konzentration mit sichtbaren Ergebnissen. Reparaturcafés und offene Werkstätten stellen häufig Werkzeug bereit und bieten Unterstützung durch erfahrene Ehrenamtliche.
Schreiben und Erinnerungen festhalten
Ein Reisetagebuch, Familiengeschichten oder die eigene Biografie zu schreiben, bewahrt persönliche Erlebnisse. Schreibgruppen in Bibliotheken und Mehrgenerationenhäusern helfen dabei, regelmäßig dranzubleiben.
Testen Sie ein Hobby vier Wochen lang, bevor Sie viel Material kaufen. Leihen Sie Ausrüstung aus oder besuchen Sie zunächst einen Schnuppertermin.
Hobbys mit Bewegung und Natur
- Gärtnern: Ein Balkon, Hochbeet oder Gemeinschaftsgarten genügt. Die Arbeit an der frischen Luft verbindet Bewegung mit einem natürlichen Jahresrhythmus.
- Wandern und Spaziergruppen: Der Deutsche Wanderverband und örtliche Vereine bieten Touren mit unterschiedlichen Streckenlängen an.
- Tanzen: Seniorentanz, Line Dance oder Gesellschaftstanz trainieren Gleichgewicht und Gedächtnis und machen in der Gruppe besonders viel Freude.
- Vogel- und Naturbeobachtung: Naturschutzverbände organisieren Führungen und Aktionstage, bei denen Einsteiger willkommen sind.
Lernen ohne Prüfungsdruck
Eine Sprache auffrischen, Geschichte vertiefen, ein Instrument lernen oder digitale Fähigkeiten ausbauen: Lernen ist in jedem Alter möglich. Universitäten bieten Seniorenstudiengänge oder Gasthörerschaften an. Volkshochschulen haben ein breites Angebot mit moderaten Gebühren; bei geringem Einkommen sind häufig Ermäßigungen möglich.
So finden Sie das passende Hobby
- Notieren Sie drei Dinge, die Sie schon immer ausprobieren wollten.
- Überlegen Sie, ob Sie lieber allein, zu zweit oder in einer Gruppe aktiv sind.
- Prüfen Sie Zeitaufwand, Wege, Kosten und körperliche Anforderungen.
- Suchen Sie nach einem unverbindlichen Schnupperangebot in Ihrer Nähe.
- Planen Sie einen festen Termin ein, damit die neue Beschäftigung zur Gewohnheit wird.
Geeignete Anlaufstellen sind Volkshochschulen, Stadtbibliotheken, Sportvereine, Kirchengemeinden, Seniorenbüros, Mehrgenerationenhäuser und lokale Freiwilligenagenturen.
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